Analoge oder Digital Fotografie

Womit schießt man die besseren Fotos? Mit einer digitalen oder analogen Spiegelreflexkamera? Diese Frage beschäftigt mich schon, seit ich meine erste Kamera besitze. Am Anfang dachte ich:  „Ein gutes Fotos wird geschossen und gut. Keine Bearbeitung und keine Korrekturen. Das Foto muss gleich gut sein.“

Tja… das mag wahrscheinlich früher auch so gewesen sein. Aber auch nur, weil es die Möglichkeit nicht gab, die Bilder so zu bearbeiten, wie es heutzutage unser Computer erlaubt. Die Beatles hatten auch keine Digitaltechnik und mussten auf etliche Tonspuren verzichten. Heute würden einige sagen „Etwas dünn der Sound…“

Ich denke, ob analog oder digital: beides hat seinen Reiz und seine eigene Art an Stimmung. Es gibt große Fotografien, die mit den einfachsten Spiegelreflexkameras geschossen wurden. Es gehört eine Menge Übung und eine Menge Geduld dazu. Und vor allem ein gutes Auge. Vor ein paar Jahren war ich bei einer Ausstellung des berühmten Heidersberger. Ich war schon immer beeindruckt von seinen Wolken auf Landschaftsbildern. Sie waren immer so perfekt und dramatisch. Desto entsetzter war ich, als ich erfuhr, dass er ein großes Negativarchiv an Wolken hatte, die bei Bedarf einfach ausgetauscht wurden…ja, ja.

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass man sich mit allen Mitteln behelfen sollte, um für sich das perfekte Foto zu kreieren. Egal ob analog, digital, mit Montagen oder sonstigem. Was man alles mit Filtern und digitaler Technik an Stimmung und Ausdruck erzeugen kann, zeigt uns diese wunderbare Künstlerin und Fotografin aus Braunschweig: Kerstin Mumm. Hier der Link zu Ihrer Website. Braunschweig-Fotograf

 

One reply on “Analoge oder Digital Fotografie

  • Waldemar Cichon

    Liebe Kerstin,

    auch wenn die Technik in den 60ern noch nicht so perfekt war wie heute, auch die Beatles haben in den Abbey Road Studios auf Mehrspurtonbändern aufgenommen. Alan Parsons hat diese Technik perfekt beherrscht und damit technisch einwandfreie Alben von Beatles, Pink Floyd als auch Barclay James Harvest aufgenommen. Gerade in den 80ern erschienen noch in der Prä-digitalen Zeit sehr gut aufgenommene Analogalben in DMM-Technik.
    Auch in der Fototechnik gab es einige Tricks zur Beeinflußung des Ergebnisses. Richtiges Filtern der Fotos brachte farblich einwandfreie Ergebnise, Abwedeln/abdeckenkonnte einige Bereiche von der Helligkeit/dem Kontrast abschwächen. Der Nachteil – es war nur für einen einzigen Abzug gültig und musste für den nächsten ggf. wiederholt werden. Der große Vorteil des Analogfilme war/ist das große Farbspektrum und der hohe Kontrastumfang. Da müssen die Sensorhersteller noch einiges leisten. Die Auflösung aktueller Sensoren (25 Mpix) ist mittlerweile schon an die des Filmes rangekommen. Der hohe Kontrastumfang hat bei Bildern, bei denen nur eine Chance existiert den Vorteil, dass man dort auch dann gute Bilder bekommt, wenn man nicht die Möglichkeit hatte Probebilder zu schießen und die Automatik leider daneben lag. Aber ansonsten stimme ich Dir ohne Einschränkungen zu…

Comments are closed.